Gingivitis - Zahnfleischentzündung

Unter Gingivitis versteht man eine Entzündung des Zahnfleisches, die durch eine
Ansammlung von Bakterien hervorgerufen wird.

Gingivitis

Diese Bakterien kleben zusammen und bilden in einer großen Ansammlung die sogenannte Plaque. Das sind weissliche Belege, die am Zahnfleischrand an Füllungsrändern und Kronenrändern oder zwischen den Zähnen, dort wo sie nicht weggeputzt werden, vorliegen. Die häufigste Ursache für die Zahnplaque ist unzureichende Mundhygiene. Das bedeutet, wenn man ca. länger als drei Wochen an einer Stelle ungenügende Mundhygiene betreibt, kommt es zur Ansammlung von Plaque. In dieser Plaque sind Millionen von Bakterien vorhanden, die dann über eine längere Zeit hinweg zu einer Entzündung des Zahnfleisches führen. Die Zeichen einer Zahnfleischentzündung sind:

  • die Schwellung des Zahnfleisches,

    Entkalkung - vergrößern

  • die Rötung des Zahnfleisches und
  • das Bluten beim Zähne putzen

Gingivitis ist eine oberflächliche Entzündung des Zahnfleisches und kann sehr einfach durch gezielte Mundhygienemaßnahmen, die der Patient selber ergreifen kann, leicht behandelt werden. Das heißt:

  • richtiges Zähneputzen
  • mit der richtigen Zahnbürste und
  • mit der richtigen Zahnpaste und
  • zusätzlich unter Verwendung von Mundspüllösungen

Die Zeichen der Entzündung wie Rötung, Schwellung und Blutung bilden sich innerhalb von fünf bis sieben Tagen völlig zurück. Wird die oberflächliche Zahnfleischentzündung, die Gingivitis, nicht richtig und rechtzeitig behandelt, so greift die Entzündung auf tiefere
Schichten des Zahnfleisches über und es bildet sich die sogenannte Parodontitis.

Plague - vergrößern

Jegliche Zahnplaque, die nicht entfernt wird, neigt im Laufe der Zeit zur Verkalkung und es bildet sich sogenannter Zahnstein aus. Dieser Zahnstein begünstigt wieder die Ansammlung von Plaque, die zur weiteren Entzündung des Zahnfleisches führen kann. Das bedeutet sowohl Zahnstein, als auch Zahnplaque müssen des öfteren von einer geschulten Mundhygieneassistentin entfernt werden, um Entzündungen des Zahnfleisches hintanzuhalten.

Parodontitis

Entzündung des Zahnfleisches

Werden Zahnplaque und Zahnstein nicht rechtzeitig entfernt, so kommt es dazu, daß die oberflächliche Entzündung des Zahnfleisches auf tiefere Schichten des Zahnhalteapparates übergreift und sich eine sogenannte Parodontitis ausbildet.

Die Parodontitis ist also nicht eine oberflächliche Entzündung des Zahnfleisches, sondern eine Entzündung des Zahnhalteapparates und des Knochens. Die Ursache für die Parodontitis sind spezielle Bakterienarten, die diese schwere Form einer Zahnfleischentzündung hervorrufen können. Diese Bakterienarten vermehren sich in der Plaque und wandern durch die fortschreitende Entzündung in den Zahnhalteapparat ein. Durch die ausgeprägte Entzündung des Zahnhalteapparates bilden sich sogenannte Zahnfleischtaschen aus. Normal ist es so, daß das Zahnfleisch fest wie eine Manschette um den Zahn angewachsen ist und man nicht mit einer speziellen Sonde, einer sogenannten Parodontalsonde, zwischen Zahn und Zahnfleisch sondieren kann. Hat sich nun eine Zahnfleischtasche ausgebildet, so ist es möglich, mit dieser Sonde zwischen Zahn und Zahnfleisch hinein zu sondieren. Diese Untersuchung sollte bei jeder Kontrolluntersuchung bei einem Zahnarzt durchgeführt werden, damit man ausschließen kann, dass sich Zahnfleischtaschen im Mund des Patienten gebildet haben. Das bedeutet:

Zahnfleischtaschen

Nur der Zahnarzt kann feststellen, ob eine Parodontitis vorliegt.

Der Patient selbst merkt es nur durch eventuelles Zahnfleischbluten oder durch Lockerung oder Wanderung der Zähne. Die Lockerung oder Wanderung der Zähne tritt jedoch erst in einem fortgeschrittenem Stadium der Zahnfleischerkrankung auf.

Verlauf der Parodontitis

Die Parodontitis ist meist eine chronische Erkrankung, die über Jahre und Jahrzehnte verläuft, ohne dass sie besondere Symptome zeigen muß. Dadurch wird sie auch sehr oft relativ spät erkannt. Ca. 90 Prozent der Bevölkerung leiden unter einer Zahnfleischerkrankung. Es gibt nun verschiedene Faktoren die eine “chronisch verlaufende Zahnfleischerkrankung” akut werden lassen. Diese sind:

  1. Genetische Faktoren: Sie führen dazu, dass Zahnfleischerkrankungen in Familien gehäuft auftreten und dann meist auch schwerere Verlaufsformen annehmen. Mittlerweile gibt es einen Gentest, mit dem man feststellen kann, ob genetische Faktoren vorliegen die, einen Ausbruch einer Zahnfleischerkrankung begünstigen.
  2. Streß: Durch übermäßigen Streß wird das Immunsystem geschwächt und durch eine Schwächung des Immunsystems kann jede Entzündung im Körper, so auch eine Zahnfleischentzündung schwerer verlaufen.
  3. Rauchen: Durch übermäßiges Rauchen kommt es zu einer chronischen Durchblutungsstörung des Zahnfleisches und diese chronische Durchblutungsstörung des Zahnfleisches führt dazu, daß Heilungsvorgänge und Reparationsvorgänge nur verzögert ablaufen können. Das begünstigt wiederum das Fortschreiten einer Zahnfleischerkrankung.
  4. Schwangerschaft: Durch die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft werden Zahnfleischerkrankungen begünstigt.
  5. Diabetes: Jegliche Form von Diabetes, vor allem der jugendliche Diabetes begünstigt eine Parodontitis.
  6. Ernährung und Vitamine: Verschiedene Vitamine, im speziellen Vitamin C, sind wichtig für den Aufbau des Zahnhalteapparates. Kommt es nun durch Darmerkrankungen oder Mangelernährungen zu einem Vitaminmangel, so kann das zu einer Verstärkung der Zahnfleischerkrankung führen.

Diagnose der Parodontitis

  1. Parodontitis

    Sondierung: Die einfachste Diagnosemöglichkeit, die auch routinemäßig bei jeder Kontrollsitzung durchgeführt werden sollte, ist die Sondierung, ob Zahnfleischtaschen vorliegen. Bei einer genauen Diagnose im Untersuchungsgang ob eine Parodontalerkrankung vorliegt, muß an verschiedenen Stellen bei jedem Zahn gemessen werden ob eine Zahnfleischtasche vorliegt. Desweiteren wird gemessen, wie stark das Zahnfleisch zurückgegangen ist.

  2. Röntgenbilder: Röntgenbilder sind die Grundvoraussetzung für die exakte Diagnose einer Zahnfleischerkrankung. Für die genaue Diagnose einer Zahnfleischerkrankung müssen sowohl Panoramaröntgen als auch Kleinbildröntgen angefertigt werden. Anhand dieser Röntgenbilder kann man sehen, wie stark der Knochen durch die Zahnfleischerkrankung bereits geschädigt ist.
  3. Bakteriensonden: Mit Hilfe sogenannter Bakteriensonden (Papierspitzen) ist es möglich die speziellen Erreger der Zahnfleischerkrankung in den Zahnfleischtaschen nachzuweisen. Der Nachweis der Bakterien ist eine wichtige Voraussetzung für die weitere Therapie der Zahnfleischerkrankung. Liegen spezielle Bakterien vor, die eine schwere Zahnfleischerkrankung auslösen so kann man mit Hilfe von Antibiotika gegen diese speziellen Zahnfleischerreger vorgehen.
  4. Gentest: Man hat festgestellt, das Zahnfleischerkrankungen familiär gehäuft auftreten. Daher ist es wichtig die genetische Anfälligkeit auf Zahnfleischerkrankungen mit Hilfe eines Gentestes festzustellen. Beim Gentest werden durch einen schmerzlosen Abstrich aus der Wangenschleimhaut Zellen gewonnen, die im Labor auf den Gendefekt hin untersucht werden.
  5. Modelle: Durch einen Oberkiefer- und Unterkieferabdruck kann man Modelle herstellen, die die Gebißsituation des Patienten und die Bißsituation wiedergeben. Dadurch kann man feststellen ob einzelne Zähne oder Zahngruppen durch einen sogenannten falschen Biß überbeansprucht werden. Falsches Zusammenbeißen der Zähne begünstigt das Fortschreiten einer Zahnfleischerkrankung.
  6. Fotos: Anhand von Fotos der Zähne und des Mundraumes gewinnt man einen wichtigen Ausgangsbefund für die weitere Zahnfleischbehandlung.

Diese Punkte der Diagnose sind wichtig für einen Ausgangsbefund, um festzustellen, wie stark die einzelnen Zähne durch die Zahnfleischerkrankung betroffen sind. Nur durch eine exakte Diagnose ist es möglich, die weitere Therapie der Zahnfleischerkrankung gezielt und korrekt durchzuführen.

Therapie der Parodontitis

Konservative Behandlung der Parodontitis
Am Beginn jeder Zahnfleischbehandlung steht die konservative Therapie. Die konservative Therapie der Parodontitis wird hauptsächlich von einer geschulten Mundhygieneassistentin durchgeführt. Primäres Ziel der konservativen Behandlung ist es:

  • Das Erlernen einer guten und ausreichenden Mundhygiene
    Der Patient muß von der Mundhygieneassistentin so instruiert werden, das er selbständig seine Zähne mit Hilfe von Zahnbürsten, der richtigen Zahnpasta, den richten Zahnzwischenraumbürsten und mit Hilfe von Mundspüllösungen seine Zähne sauber halten kann. Ein Patient, der eine schwere Zahnfleischerkrankung hat muß viel besser putzen als ein Patient der nicht anfällig ist auf Zahnfleischerkrankungen. Die selbständige und ordentliche Mundhygiene des Patienten ist Grundvoraussetzung damit die Zahnfleischerkrankung abheilen kann.
  • Die Entfernung des Zahnsteins und der Zahnbeläge, sowohl oberhalb als auch unterhalb des Zahnfleisches
    Nur eine geschulte Mundhygieneassistentin ist in der Lage, die Zahnwurzel von Zahnstein und Zahnbelägen zu befreien. Dieses sogenannte subgingivale Scaling, das von der Mundhygieneassistentin durchgeführt wird, nimmt sehr viel Zeit in Anspruch.

    Zahnstein entfernen

    Daher ist es notwendig, bei Patienten mit schweren Zahnfleischerkrankungen, dass sie mehrmals zur Mundhygiene kommen, damit jede Zahnwurzel von den Bakterien und vom Zahnstein befreit werden kann. So kommt es dazu, das ein Patient mit schwerer Zahnfleischerkrankung oft fünf bis sechs Stunden, nicht auf einmal, sondern hintereinander, zur Mundhygiene kommen muß, damit sein Mund sauber wird und die Mundhygieneassistentin genug Zeit für die richtige Instruktion zur Mundhygiene aufbringen kann.
    Wenn nun die Zahnwurzeln sauber sind und der Patient selbst eine ordentliche Mundhygiene durchführt, so sind die besten Voraussetzungen dafür gegeben, das die Zahnfleischerkrankung abheilt und das Zahnfleisch wieder an den Zahn anwächst. Sind durch die Bakteriensonden spezielle Zahnfleischerreger in den Zahnfleischtaschen nachgewiesen worden, so sollten zur besseren Abheilung des Zahnfleisches Antibiotika gegeben werden.

Chirurgische Therapie der Zahnfleischerkrankung

Bei tieferen Zahnfleischtaschen, die durch die konservative Therapie nicht mehr zur Ausheilung gebracht werden können, kann man eine sogenannte Zahnfleischlappenoperation durchführen.

Bei dieser Operation wird durch einen chirurgischen Eingriff ein Zugang zu den Zahnwurzeln geschaffen und dadurch die Möglichkeit gegeben, während der Operation die Zahnwurzeln zu reinigen. Sind nun die Zahnwurzeln sauber, das bedeutet von Zahnstein und von Bakterien befreit, so ist es möglich, daß das Zahnfleisch wieder an der Zahnwurzel anwächst. Ist die Zahnfleischerkrankung weiter fortgeschritten und haben sich durch die ausgeprägte Entzündung Knochentaschen ausgebildet, so kann man durch eine spezielle Technik den Knochen teilweise wieder herstellen. Dazu kann man die Knochentaschen mit künstlichen Knochen auffüllen und darüber eine Membran legen, so daß sich in diesen Knochentaschen neuer Knochen bildet. Die meisten Eingriffe am Zahnfleisch sind während der Operation nicht schmerzhaft. Außerdem kann jede Zahnfleischoperation auch in Narkose durchgeführt werden. Nach der Operation gibt es kaum Beschwerden. Meist sind die Schmerzen viel geringer als nach einer Zahnextraktion.

Mit Hilfe der konservativen und der chirurgischen Therapie der Zahnfleischerkrankung kann man sehr viele Zähne retten, die auch schon einen höheren Lockerungsgrad aufweisen.

Alternative Therapien der Zahnfleischerkrankungen

  1. Orthomolekulare Medizin: Mit Hilfe von hochdosierten Vitaminen und Spurenelementen, die man mit Hilfe der Applied Kinesiology austetet, kann man den Heilungsprozess von Zahnfleisch fördern. Spezielle Vitamine, die gute Wirkungen auf das Zahnfleisch haben, sind Vitamin C, Vitamin E und Vitamin A.
  2. Darmsanierung: Viele Patienten mit Zahnfleischerkrankungen haben Probleme in Magen-, Darmbereich, die man mit Hilfe der Applied Kinesiology austesten kann. Wenn man diese Störungen im Darmbereich behebt, dann heilen auch die Zahnfleischerkrankungen schneller aus.
  3. Laserbehandlung: Mit Hilfe eines speziellen Dentallasers kann man die entzündeten Abschnitte des Zahnfleisches behandeln und so den Heilungsprozess wesentlich fördern.

Auswirkungen der Parodontitis auf den Gesamtorganismus

Wenn die Parodontitis fast alle Zähne betrifft, so stellt sie eine Erkrankung dar, die den Gesamtorganismus stark beeinträchtigen kann. Sind alle Zähne durch die Parodontitis befallen, so liegt eine ca. Handflächen große Wunde vor. Diese große Wundfläche ist eine schwere Entzündung, bei der Entzündungsmediatoren in den Gesamtorganismus gelangen. Diese Entzündungsmediatoren können zu verschiedenen Reaktionen im Gesamtorganismus führen und folgende Krankheitsbilder verursachen:

  1. Erhöhung des Thromboserisikos: Durch die Entzündungsmediatoren kommt es dazu, das die Blutgerinnung verstärkt wird. Das kann das Auftreten eines Herzinfarktes oder eines Gehirnschlags fördern. Patienten mit ausgeprägten Zahnfleischerkrankungen haben ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko zum Herzinfarkt.
  2. Verschlechterung eines Diabetes mellitus: Neue Untersuchungsergebnisse weisen darauf hin, das der Gesundheitszustand des Zahnfleisches den Zuckerstoffwechsel bei Diabetikern beeinflussen kann. Beim insulinabhängigen Diabetes mellitus wurde berichtet, das eine nicht behandelte Parodontitis einen Risikofaktor für erhöhte Blutzuckerwerte darstellt.
  3. Parodontitis kann das Risiko von Frühgeburten erhöhen: Laut einer neuesten US-Studie haben schwangere mit Parodontitis ein siebenfach erfhöhtes Riskio für Frühgeburten. Daher sollte bei Frauen mit Kinderwunsch bereits vor der Schwangerschaft eine zahnärztliche Untersuchung erfolgen und – falls notwendig – eine Parodontitistherapie noch vor der Schwangerschaft durchgeführt werden.

Die Beantwortung folgender Fragen kann Ihnen helfen, mögliche Anzeichen einer Parodontitis zu erkennen:

  1. Blutet Ihr Zahnfleisch beim Zähneputzen, bei Berührung oder beim Essen harter Nahrung?
  2. Fühlt sich Ihr Zahnfleisch geschwollen oder empfindlich an?
  3. Hat sich das Zahnfleisch zurückgezogen? Scheint es, dass Ihre Zähne länger geworden sind?
  4. Haben Sie je Eiteraustritt zwischen Zähnen und Zahnfleisch festgestellt?
  5. Hat sich die Stellung Ihrer Zähne verändert? Finden Sie, dass die oberen und unteren Zähne anders zusammenbeissen als früher? Haben sich Flecken zwischen den Zähnen gebildet?
  6. Haben Sie dauernd Probleme mit Mundgeruch?

Wenn Sie eine oder mehrere Fragen mit ja beantwortet haben, so informieren Sie Ihren Zahnarzt. Eine eingehende Untersuchung wird zeigen, ob Sie eine Parodontitis-Behandlung brauchen.

Darmerkrankungen – Zahnfleischerkrankungen

Der Darm ist das Organ, durch das die Nährstoffe in den Körper aufgenommen werden. Wenn der Darm nicht richtig funktioniert, ist der Körper nicht gesund, weil er mit wichtigen Proteinen, Vitaminen und Spurenelementen ungenügend versorgt wird. Im Mund sieht man dann oft Zahnfleischerkrankungen, wie Zahnfleischbluten und Zahnfleischrückgang, Zungenbeläge und in Folge kommt es dann zu Mundgeruch.

Die häufigsten Ursachen für Darmfunktionsstörungen sind:

  1. Pilzbefall des Darmes nach längerer Antibiotika Verabreichung
  2. Parasitenbefall ist häufiger als allgemein angenommen.
  3. Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Milch und Milchprodukte werden sehr oft schlecht vertragen. Es bilden sich unterschwellige Funktionsstörungen des Darmes aus, die dann zu Zahnfleischerkrankungen führen können.
  4. Schwermetallbelastung des Darmes

All diese Ursachen kann man mit Hilfe der (Applied Kinesiology) sehr gut testen. Nahrungsmittelunverträglichkeiten führen sehr häufig zu Neurodermitis, anderen allergischen Erkrankungen und Haarausfall. Mit der (Applied Kinesiology) lassen sich gut die Nahrungsmittel heraus testen, die man meiden sollte, bzw. die Vitamine und Spurenelemente testen, die fehlen und zugeführt werden sollten.

Ästhetische Zahnfleischchirurgie

Lippen, Zähne und Zahnfleisch bilden als Ganzes eine ästhetische Einheit.

Gesundes Gebiss

Somit ist die Farbe, die Dicke und die Form des Zahnfleisches für die Ästhetik des Mundes von großer Bedeutung. Rückgang des Zahnfleisches mit frei liegenden Zahnhälsen, Verdickungen des Zahnfleisches oder Schwellungen des Zahnfleisches durch Entzündung, Verfärbung des Zahnfleisches durch Amalgamfüllungen oder metallkeramische Kronen oder Brücken stören somit die Ästhetik.

Die Korrektur des Zahnfleisches muss sehr behutsam ausgeführt werden und hängt sehr stark von individuellen Faktoren wie Stärke und Dicke des Zahnfleisches, Stärke des Bindegewebes des Individuums und von Lifestylefaktoren wie Rauchen oder Stress ab.

Übersicht über die gängigen Methoden, die großen Erfolg versprechen:

  1. Freiliegende Zahnhälse:Freiliegende Zahnhälse führen oft zu sensiblen Zähnen und stören zusätzlich die Ästhetik. Die gängige Methode mit den größten Erfolgsaussichten zur Behebung der freiliegenden Zahnhälse ist die Verschiebung des Zahnfleisches in Richtung der Zahnkrone und Unterlegung des Zahnfleisches mit einem Bindegewebe aus dem Gaumen oder einer Membran. Diese mikrochirurgische Methode kann an einem Zahnhals oder an mehreren Zahnhälsen angewandt werden. Von der Größe und Ausdehnung des Defektes hängt auch der Erfolg ab. Kleinere Defekte lassen sich leichter decken als Grosse. Wie gut die Erfolgsaussichten sind, muss vor der Operation der Spezialist für Zahnfleischchirurgie abklären.

    freiliegende Zahnhälse

  2. Zahnfleischdefekte: Nach größeren prothetischen Restaurationen mit Brücken oder Kronen treten sehr häufig Defekte zwischen den Zähnen auf und es bilden sich sogenannte schwarze Dreiecke. Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, diese Defekte zu schließen. Oft ist es eine Kombination aus Zahnfleischchirurgie und neuer prothetischer Versorgung.
  3. Zu kurze Kronen: Wenn die Zahnkronen zu kurz sind und das Zahnfleisch zu breit ist, so stört das das ästhetische Erscheinungsbild. Man kann nun durch eine spezielle zahnfleischchirurgische Methode die Kronen verlängern und das Zahnfleisch einkürzen. Durch diese Methode wird die Ausgewogenheit zwischen Länge der Zähne und Breite des Zahnfleisches wieder hergestellt.

Risiken und Kontraindikationen der Zahnfleischchirurgie:

  1. Rauchen: Bei Rauchern kann man verschiedene Methoden der Zahnfleischchirurgie nicht durchführen, weil Rauchen zu einer chronischen Durchblutungsstörung des Zahnfleisches führt und das Zahnfleisch nach dem chirurgischen Eingriff absterben kann.
  2. Schlechte Mundhygiene: Bei schlechter Mundhygiene kommt es zur verstärkten Ansammlung von Bakterien und Schmutz im Bereich der Zähne und des Zahnfleisches. Die damit verbundene Entzündung verhindert Heilungsvorgänge und das erreichbare bessere kosmetische Ergebnis.
  3. Diabetes mellitus: Schlecht eingestellte diabetes mellitus verzögert die Wundheilung und ist somit eine Kontraindikation für bestimmte Zahnfleischoperationen.
  4. Immunschwäche: Die Methoden der ästhetischen Zahnfleischchirurgie haben sich in den letzten 30 Jahren sehr verfeinert. Mit Hilfe mikrochirurgischer Techniken und Operationen unter der Lupe gelingt es heutzutage möglichst vorhersagbare Ergebnisse zu erreichen. Nur der Spezialist sollte diese Operationen durchführen und er kann auch die nötige Beratung durchführen, damit der Patient annährend abschätzen kann, ob er mit dem zu erwartenden Ergebnis einverstanden ist.
    Die Zahnfleischchirurgie dient nicht nur dazu, um ein besseres ästhetisches Ergebnis zu erreichen, sondern in sehr vielen Fällen die Zähne und den gesamten Mund länger gesund zu erhalten. Zur Unterstützung der chirurgischen Methoden ist die Anwendung von orthomolekularen Substanzen (Vitamine, Spurenelemente) sinnvoll.

Parodontaltherapie

Lasertherapie & Ozontherapie

Lasertherapie

Lasertherapie: Der Laser ist ein zusätzliches Hilfsmittel bei der Zahnfleischbehandlung. Das wichtigste bei der Zahnfleischbehandlung ist, dass die Wurzeloberfläche gesäubert wird, und die Erregerbakterien der Zahnfleischerkrankung aus der Zahnfleischtasche eliminiert werden.

Der Laser kommt nach der Säuberung der Wurzeloberfläche zum Einsatz. Dazu wird ein Farbstoff in des Zahnfleischtasche eingebracht, der mit Hilfe des Lasers und einer dünnen Lichtsonde aktiviert wird. Dieser aktivierte Farbstoff tötet dann die Bakterien in der Zahnfleischtasche ab, und das Zahnfleisch wächst weiter an den Zahn an.

Vorteile vom Laser:

  • Schmerzfrei
  • Man braucht wenig Antibiotika
  • Zuverlässig

Ozontherapie: Die Ozontherapie ist wie der Laser ein zusätzliches Hilfsmittel bei der Zahnfleischbehandlung. Nach Säuberung der Wurzeloberfläche wird mit Hilfe einer dünnen Sonde Ozon in die Zahnfleischtasche eingebracht, das die Bakterien abtötet. Damit kann das Zahnfleisch wieder an die Zähne anwachsen.

Ozontherapie

Oft werden Laser und Ozontherapie miteinander kombiniert. Die Ozontherapie ist völlig schmerzfrei und kann auch bei Lippen und Mundschleimhautproblemen angewendet werden. z.B. Aphten, Errosionen, Fieberblasen, Verletzungen.