Parodontologie

Die gründliche Zahnfleischbehandlung

Parodontologie
Bei Zahnfleischproblemen verhelfen wir Ihnen wieder zu einem gesunden, straffen und rosigen Zahnfleisch, das Ihre Zähne lange fest hält.

Bei diesem speziellen Programm fertigen wir ein Spezialröntgen an, um Ihre Knochensituation beurteilen und dadurch gezielte Maßnahmen einleiten zu können.

Wir setzen den Soft-Laser ein, der die Heilung des Zahnfleisches unterstützt und behandeln mit Ozon, das Bakterien abtötet und das Gewebe regeneriert. Da wir eine Fotodokumentation machen, wird das Ergebnis auch für Sie leicht nachvollziehbar. Sie können sehen und spüren, wie sich Ihr Zahnfleisch von Termin zu Termin erholt.

In diesem Parodontologie-Programm bekommen Sie zusätzlich von unseren Mundhygienikerinnen genaue Informationen und Instruktionen, wie Sie Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch zu Hause richtig pflegen. So können Sie auch selbst den raschen Fortschritt der Heilung unterstützen.

Spezielle Produkte und gegebenenfalls Medikamente bieten zusätzliche Hilfe.

Erhalten Sie langfristig Ihre eigenen Zähne durch ein gesundes Zahnfleisch!

 

Patientenfälle

Zustand vor der Paradontosebehandlung 31. Mai
Vor der Parodontosebehandlung

Zustand nach der Paradontosebehandlung 21. Juli
Nach der Parodontosebehandlung

 

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Bakterientest

DNA Sondentest – dem Zahnfleischbluten auf den Grund gehen

Bakterientest
Mit diesem einfachen und aussagekräftigen Test können wir herausfinden, welche Bakterien bei Ihnen Zahnfleischentzündungen bzw. Paradontitis verursachen. Durch das Ergebnis ist eine rasche und gezielte Therapie möglich.

Vor der Mundhygiene werden einfach, schmerzlos und schnell Proben mit sterilen Papierspitzen aus den Zahnfleischtaschen entnommen und in einem deutschen Speziallabor analysiert.

Nach ca. zwei Wochen liegt das Ergebnis vor, welche zahnfleischschädlichen Bakterien und in welcher Menge diese in den Zahnfleischtaschen vorkommen. Nach der Diagnose wird festgelegt, ob und welche Antibiotika nötig sind, um die schädlichen Bakterien aus den Zahnfleischtaschen zu eliminieren. So ist es möglich, ein deutlich besseres Ergebnis bei der Zahnfleischbehandlung zu erreichen und die Zähne im Zahnhalteapparat möglichst lange gesund zu erhalten.

Ursachenforschung für ein gesundes Mundklima!

 

Zahnfleischchirurgie

Schöne und gesunde Zähne

Zahnfleischchirurgie
Die Farbe, die Dicke und die Form des Zahnfleisches sind für die Ästhetik des Mundes von großer Bedeutung. Rückgang des Zahnfleisches mit frei liegenden Zahnhälsen, Verdickungen des Zahnfleisches oder Schwellungen durch Entzündung, Verfärbung durch Amalgamfüllungen oder metallkeramische Kronen oder Brücken stören die Ästhetik.

Die Korrektur des Zahnfleisches muss sehr behutsam ausgeführt werden und hängt sehr stark von individuellen Faktoren wie Stärke und Dicke des Zahnfleisches, Stärke des Bindegewebes des Patienten und Lifestylefaktoren wie Rauchen oder Stress ab.

Übersicht über die gängigen Methoden, die großen Erfolg versprechen:

Freiliegende Zahnhälse

Liegen die Zahnhälse frei, führt das oft zu sensiblen Zähnen führen und stört die Ästhetik. Die gängige Methode mit den größten Erfolgsaussichten ist die Verschiebung des Zahnfleisches in Richtung der Zahnkrone und Unterlegung des Zahnfleisches mit einem Bindegewebe aus dem Gaumen oder einer Membran. Diese mikrochirurgische Methode kann an einem Zahnhals oder an mehreren Zahnhälsen angewandt werden. Von der Größe und Ausdehnung des Defektes hängt auch der Erfolg ab. Kleinere Defekte lassen sich leichter decken als Grosse.

Diese Methode wird plastische Schleimhautchirurgie genannt. Geht durch Parodontose, durch falsche Zahnputztechnik oder einen falschen Biss das Zahnfleisch zurück, kann es in bestimmten Fällen mit Bindegewebe aus dem Gaumen und anderen Techniken aufgebaut werden. Als operative Maßnahme kommt hier das freie Schleimhauttransplantat (FST) zum Einsatz.

Um verloren gegangenes Gewebe wieder aufzubauen, wird die „gesteuerte Geweberegeneration“ (GTR) verwendet. Durch Schleimhautverschiebungen und Bindegewebsverpflanzungen (FBT) wird die schöne Rot/Weißästhetik und ein schönes Lächeln wiederhergestellt! Durch Bindegewebsverpflanzung beseitigen wir natürlich auch Rezessionen. Wie gut die Erfolgsaussichten sind, muss der Spezialist für Zahnfleischchirurgie vor der Operation abklären.

Zahnfleischdefekte

Nach größeren prothetischen Restaurationen mit Brücken oder Kronen treten sehr häufig Defekte zwischen den Zähnen auf und es bilden sich sogenannte schwarze Dreiecke. Oft werden zur Behebung Zahnfleischchirurgie und eine neue prothetische Versorgung kombiniert.

Zu kurze Kronen

Wenn die Zahnkronen zu kurz sind und das Zahnfleisch zu breit ist, so ist das ästhetische Erscheinungsbild gestört. Man kann durch eine spezielle zahnfleischchirurgische Methode die Kronen verlängern und das Zahnfleisch einkürzen. Dadurch wird die Ausgewogenheit zwischen der Länge der Zähne und der Breite des Zahnfleisches wieder hergestellt.

Risiken und Kontraindikationen der Zahnfleischchirurgie

  • Rauchen: Bei Rauchern kann man verschiedene Methoden der Zahnfleischchirurgie nicht durchführen, weil Rauchen zu einer chronischen Durchblutungsstörung des Zahnfleisches führt und das Zahnfleisch nach dem chirurgischen Eingriff absterben kann.
  • Schlechte Mundhygiene: Bei schlechter Mundhygiene kommt es zur verstärkten Ansammlung von Bakterien und Schmutz im Bereich der Zähne und des Zahnfleisches. Die damit verbundene Entzündung verhindert Heilungsvorgänge.
  • Diabetes mellitus: Schlecht eingestellte diabetes mellitus verzögert die Wundheilung und ist somit eine Kontraindikation für bestimmte Zahnfleischoperationen.

Die Methoden der ästhetischen Zahnfleischchirurgie haben sich in den letzten 30 Jahren sehr verfeinert. Mit Hilfe mikrochirurgischer Techniken und Operationen unter der Lupe gelingt es heutzutage möglichst vorhersagbare Ergebnisse zu erreichen. Nur der Spezialist sollte diese Operationen durchführen und er kann auch die nötige Beratung durchführen, damit der Patient annähernd abschätzen kann, ob er mit dem zu erwartenden Ergebnis einverstanden ist. Die Zahnfleischchirurgie dient nicht nur dazu, um ein besseres ästhetisches Ergebnis zu erreichen, sondern in sehr vielen Fällen die Zähne und den gesamten Mund länger gesund zu erhalten. Zur Unterstützung der chirurgischen Methoden ist die Anwendung von orthomolekularen Substanzen (Vitamine, Spurenelemente) sinnvoll.

Lippen, Zähne und Zahnfleisch bilden als Ganzes eine ästhetische Einheit.

 

Patientenfälle

Zustand vor der plastischen Schleimhautchirurgie
Vor der plastischen Schleimhautchirurgie

Zustand nach der plastischen Schleimhautchirurgie
Nach der plastischen Schleimhautchirurgie

 

Expertenwissen

Was ist Gingivitis? Wie ensteht Parodontitis? Wie kann man Zahnfleischentzündungen genau diagnostizieren? Hat Parodontitis auch indirekte negative Auswirkungen? Welche effektiven Heiltherapien gibt es? Alle diese Fragen werden in diesem Bereich beantwortet.
 

Inhaltsverzeichnis


Gingivitis – Zahnfleischentzündung

Parodontologie
Unter Gingivitis versteht man eine Entzündung des Zahnfleisches, die durch eine
Ansammlung von Bakterien hervorgerufen wird. Diese kleben zusammen und bilden die sogenannte Plaque. Das sind weissliche Belege, die am Zahnfleischrand an Füllungsrändern und Kronenrändern oder zwischen den Zähnen, dort wo sie nicht weggeputzt werden, vorliegen.

Die häufigste Ursache für die Zahnplaque ist unzureichende Mundhygiene . Das bedeutet, wenn man ca. länger als drei Wochen an einer Stelle ungenügende Mundhygiene betreibt, kommt es zur Ansammlung von Plaque. In dieser Plaque sind Millionen von Bakterien vorhanden, die über längere Zeit hinweg zu einer Entzündung des Zahnfleisches führen. Jegliche Zahnplaque neigt im Laufe der Zeit zur Verkalkung und bildet Zahnstein aus.

Dieser begünstigt wieder die Ansammlung von Plaque, die zur weiteren Entzündung des Zahnfleisches führen kann. Zahnstein, als auch Zahnplaque müssen von einer geschulten Mundhygieneassistentin entfernt werden, um Entzündungen des Zahnfleisches hintanzuhalten.
Die Zeichen einer Zahnfleischentzündung sind:

  • die Schwellung des Zahnfleisches, Entkalkung – vergrößern
  • die Rötung des Zahnfleisches und
  • das Bluten beim Zähne putzen

Gingivitis ist eine oberflächliche Entzündung des Zahnfleisches und kann sehr einfach durch gezielte Mundhygienemaßnahmen, die der Patient selber ergreifen kann, leicht behandelt werden. Das heißt:

  • richtiges Zähneputzen
  • mit der richtigen Zahnbürste,
  • mit der richtigen Zahnpasta und
  • unter Verwendung von Mundspüllösungen

Die Zeichen der Entzündung wie Rötung, Schwellung und Blutung bilden sich innerhalb von fünf bis sieben Tagen völlig zurück. Wird die oberflächliche Zahnfleischentzündung nicht richtig und rechtzeitig behandelt, greift die Entzündung auf tiefere
Schichten des Zahnfleisches über und es bildet sich die sogenannte Parodontitis.

 

Auslöser

Die Parodontitis ist meist eine chronische Erkrankung, die über Jahre und Jahrzehnte verläuft, ohne dass sie besondere Symptome zeigen muss. Dadurch wird sie auch sehr oft spät erkannt. Ca. 90 Prozent der Bevölkerung leiden unter einer Zahnfleischerkrankung.

Faktoren

Es gibt verschiedene Gründe, wieso eine “chronisch verlaufende Zahnfleischerkrankung” akut werden kann. Diese sind:

Genetische Faktoren

Sie führen dazu, dass Zahnfleischerkrankungen in Familien gehäuft auftreten und meist schwerere Verlaufsformen annehmen. Es gibt einen Gentest, um die Wahrscheinlichkeit einer Zahnfleischerkrankung abzuschätzen.

Stress

Durch übermäßigen Stress wird das Immunsystem geschwächt und dadurch kann jede Entzündung im Körper, so auch eine Zahnfleischentzündung, intensiver verlaufen.

Rauchen

Durch übermäßiges Rauchen kommt es zu einer chronischen Durchblutungsstörung des Zahnfleisches und diese führt dazu, dass Heilungsvorgänge nur verzögert ablaufen können.

Schwangerschaft

Durch die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft werden Zahnfleischerkrankungen begünstigt.

Diabetes

Jegliche Form von Diabetes, vor allem der jugendliche Diabetes, begünstigt eine Parodontitis.
Ernährung und Vitamine: Verschiedene Vitamine, im speziellen Vitamin C, sind wichtig für den Aufbau des Zahnhalteapparates. Kommt es nun durch Darmerkrankungen oder Mangelernährung zu einem Vitaminmangel, so kann das zu einer Verstärkung der Zahnfleischerkrankung führen.

Darmerkrankungen

Darmerkrankungen
Der Darm ist das Organ, durch das die Nährstoffe in den Körper aufgenommen werden. Wenn der Darm nicht richtig funktioniert, ist der Körper nicht gesund: er wird nicht ausreichend mit wichtigen Proteinen, Vitaminen und Spurenelementen versorgt. Im Mund kommt es oft zu Zahnfleischerkrankungen wie Zahnfleischbluten, Zahnfleischrückgang und Zungenbeläge und in Folge zu Mundgeruch. Die häufigsten Ursachen für Darmfunktionsstörungen sind:

  • Pilzbefall des Darmes nach längerer Antibiotika Verabreichung
  • Parasitenbefall ist häufiger als allgemein angenommen.
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Milch und Milchprodukte werden sehr oft schlecht vertragen. Es bilden sich unterschwellige Funktionsstörungen des Darmes aus, die dann zu Zahnfleischerkrankungen führen können.
  • Schwermetallbelastung des Darmes

 

Diagnose

Rechtzeitige Diagnose rettet Zähne!

Diagnose
Werden Zahnplaque und Zahnstein nicht rechtzeitig entfernt, kann die oberflächliche Entzündung des Zahnfleisches auf tiefere Schichten des Zahnhalteapparates übergreifen: Parodontitis ist die Folge. Die Parodontitis ist also eine Entzündung des Zahnhalteapparates und des Knochens. Die Bakterien vermehren sich in der Plaque und wandern durch die fortschreitende Entzündung in den Zahnhalteapparat ein. Durch die ausgeprägte Entzündung des Zahnhalteapparates bilden sich sogenannte Zahnfleischtaschen aus. Das normal feste Zahnfleisch, das wie eine Manschette um den Zahn angewachsen ist, ist locker.

Der Zahnarzt erkennt das bei einer Routineuntersuchung sofort: mit einer speziellen Parodontalsonde überprüft er Zahn und Zahnfleisch. Kann er zwischen diesen sondieren, hat sich bereits eine Zahnfleischtasche ausgebildet, mit einer Behandlung muss umgehend begonnen werden. Nur der Zahnarzt kann feststellen, ob eine Parodontitis vorliegt. Der Patient selbst merkt es nur durch eventuelles Zahnfleischbluten oder durch Lockerung oder Wanderung der Zähne. Diese treten jedoch erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Zahnfleischerkrankung auf.

Die Beantwortung folgender Fragen kann Ihnen helfen, mögliche Anzeichen einer Parodontitis zu erkennen:

  1. Blutet Ihr Zahnfleisch beim Zähneputzen, bei Berührung oder beim Essen harter Nahrung?
  2. Fühlt sich Ihr Zahnfleisch geschwollen oder empfindlich an?
  3. Hat sich das Zahnfleisch zurückgezogen? Scheint es, dass Ihre Zähne länger geworden sind?
  4. Haben Sie je Eiteraustritt zwischen Zähnen und Zahnfleisch festgestellt?
  5. Hat sich die Stellung Ihrer Zähne verändert? Finden Sie, dass die oberen und unteren Zähne anders zusammenbeißen als früher? Haben sich Flecken zwischen den Zähnen gebildet?
  6. Haben Sie dauernd Probleme mit Mundgeruch?

Wenn Sie eine oder mehrere Fragen mit ja beantwortet haben, so informieren Sie Ihren Zahnarzt. Eine eingehende Untersuchung wird zeigen, ob Sie eine Parodontitis-Behandlung brauchen. Die einfachste Diagnosemöglichkeit, die auch routinemäßig bei jeder Kontrollsitzung durchgeführt wird, ist die Sondierung, ob Zahnfleischtaschen vorliegen. Bei einer genauen Diagnose muss an verschiedenen Stellen bei jedem Zahn gemessen werden, ob eine Zahnfleischtasche vorliegt. Auch wird gemessen, wie stark das Zahnfleisch zurückgegangen ist.

Röntgenbilder

Röntgenbilder sind die Grundvoraussetzung für die exakte Diagnose einer Zahnfleischerkrankung. Sowohl Panoramaröntgen als auch Kleinbildröntgen werden angefertigt. Anhand dieser kann man sehen wie stark der Knochen durch die Zahnfleischerkrankung bereits geschädigt ist.

Bakteriensonden

Mit Hilfe sogenannter Bakteriensonden (Papierspitzen) ist es möglich, die speziellen Erreger der Zahnfleischerkrankung in den Zahnfleischtaschen nachzuweisen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die weitere Therapie: liegen spezielle Bakterien vor, die eine schwere Zahnfleischerkrankung auslösen, kann man mit Hilfe von Antibiotika dagegen vorgehen.

Gentest

Man hat festgestellt, dass Zahnfleischerkrankungen familiär gehäuft auftreten. Bei einem Gentest werden durch einen schmerzlosen Abstrich aus der Wangenschleimhaut Zellen gewonnen, die im Labor auf den Gendefekt hin untersucht werden.

Modelle

Durch einen Oberkiefer- und Unterkieferabdruck kann man Modelle herstellen, die die Gebisssituation des Patienten und die Bisssituation wiedergeben. So sieht man, ob einzelne Zähne oder Zahngruppen durch einen sogenannten falschen Biss überbeansprucht werden. Falsches Zusammenbeißen der Zähne begünstigt das Fortschreiten einer Zahnfleischerkrankung.

Fotos

Anhand von Fotos der Zähne und des Mundraumes gewinnt man einen wichtigen Ausgangsbefund für die weitere Zahnfleischbehandlung.
Diese Punkte der Diagnose sind wichtig für den Ausgangsbefund, um festzustellen, wie stark die einzelnen Zähne durch die Zahnfleischerkrankung betroffen sind.

Eine exakte Diagnose ist die Basis für eine gezielte und korrekte Therapie der Zahnfleischerkrankung.

 

Auswirkungen

Nicht nur die Zähne sind betroffen!

Wenn die Parodontitis fast alle Zähne betrifft, kann sie die den Gesamtorganismus stark beeinträchtigen. Sind alle Zähne durch die Parodontitis befallen, so ist dies mit einer offenen Wunde in der Größe einer Handfläche vergleichbar. Diese große Wundfläche ist eine schwere Entzündung, bei der Entzündungsmediatoren in den Gesamtorganismus gelangen. Diese können zu verschiedenen Reaktionen im Gesamtorganismus führen und folgende Krankheitsbilder verursachen:

  1. Erhöhung des Thromboserisikos: Durch die Entzündungsmediatoren wird die Blutgerinnung verstärkt wird. Das kann das Auftreten eines Herzinfarktes oder eines Gehirnschlags fördern. Patienten mit ausgeprägten Zahnfleischerkrankungen haben ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko zum Herzinfarkt.
  2. Verschlechterung eines Diabetes mellitus: Neue Untersuchungsergebnisse weisen darauf hin, dass der Gesundheitszustand des Zahnfleisches den Zuckerstoffwechsel bei Diabetikern beeinflussen kann. Beim insulinabhängigen Diabetes mellitus wurde berichtet, dass eine nicht behandelte Parodontitis einen Risikofaktor für erhöhte Blutzuckerwerte darstellt.
  3. Parodontitis kann das Risiko von Frühgeburten erhöhen: Laut einer neuesten US-Studie haben Schwangere mit Parodontitis ein siebenfach erhöhtes Risiko für Frühgeburten. Daher sollte bei Frauen mit Kinderwunsch bereits vor der Schwangerschaft eine zahnärztliche Untersuchung erfolgen und – falls notwendig – eine Parodontitistherapie noch vor der Schwangerschaft durchgeführt werden.

 

Therapien

Konservative Therapien

Mundhygiene Charvat
Diese wird hauptsächlich von einer geschulten Mundhygieneassistentin durchgeführt. Primäres Ziel der konservativen Behandlung ist es:

  • Das Erlernen einer guten und ausreichenden Mundhygiene. Der Patient wird von der Mundhygieneassistentin so instruiert, dass er selbständig seine Zähne mit Hilfe von Zahnbürsten, der richtigen Zahnpasta, den richten Zahnzwischenraumbürsten und Mundspüllösungen seine Zähne sauber halten kann. Ein Patient, der eine schwere Zahnfleischerkrankung hat, muß viel besser putzen als bei gesundem Zahnfleisch. Die selbständige und ordentliche Mundhygiene des Patienten ist Grundvoraussetzung für eine Heilung.
  • Eine geschulte Mundhygieneassistentin befreit die Zahnwurzel von Zahnstein und Zahnbelägen. Dieses sogenannte subgingivale Scaling nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Patienten mit schweren Zahnfleischerkrankunge sollten mehrmals zur Mundhygiene kommen, damit jede Zahnwurzel von Bakterien und Zahnstein befreit werden kann. Insgesamt muss man mit fünf bis sechs Stunden Therapie rechnen. Wenn die Zahnwurzeln sauber sind und der Patient selbst eine ordentliche Mundhygiene durchführt, sind die besten Voraussetzungen dafür gegeben, das die Zahnfleischerkrankung abheilt und das Zahnfleisch wieder an den Zahn anwächst. Sind durch die Bakteriensonden spezielle Zahnfleischerreger in den Zahnfleischtaschen nachgewiesen worden, so sollten zur besseren Abheilung des Zahnfleisches Antibiotika gegeben werden.

Mit Hilfe der konservativen Therapie und der Zahnfleischchirurgie kann man sehr viele Zähne retten, die auch schon einen höheren Lockerungsgrad aufweisen.

Alternative Therapien

Orthomolekulare Medizin: Mit Hilfe von hochdosierten Vitaminen und Spurenelementen kann man den Heilungsprozess des Zahnfleisches fördern. Eine besonders gute Wirkung haben Vitamin C, Vitamin E und Vitamin A.

Darmsanierung: Viele Patienten mit Zahnfleischerkrankungen haben Probleme im Magen- und Darmbereich. Wenn man diese Störungen im Darmbereich behebt, heilen auch die Zahnfleischerkrankungen schneller aus.

Laserbehandlung: Mit Hilfe eines speziellen Dentallasers kann man die entzündeten Abschnitte des Zahnfleisches behandeln und so den Heilungsprozess wesentlich fördern.

Lasertherapie

Der Laser ist ein zusätzliches Hilfsmittel bei der Zahnfleischbehandlung. Das Wichtigste ist, dass die Wurzeloberfläche gesäubert wird und die Erregerbakterien der Zahnfleischerkrankung aus der Zahnfleischtasche eliminiert werden. Der Laser kommt nach der Säuberung der Wurzeloberfläche zum Einsatz. Dazu wird ein Farbstoff in die Zahnfleischtasche eingebracht, der mit Hilfe des Lasers und einer dünnen Lichtsonde aktiviert wird. Dieser aktivierte Farbstoff tötet die Bakterien in der ab und das Zahnfleisch wächst wieder an den Zahn an.

Vorteile des Lasers:

  • Schmerzfrei
  • Man braucht wenig Antibiotika
  • Zuverlässig

Ozontherapie

Die Ozontherapie ist wie der Laser ein zusätzliches Hilfsmittel bei der Zahnfleischbehandlung. Nach Säuberung der Wurzeloberfläche wird mit Hilfe einer dünnen Sonde Ozon in die Zahnfleischtasche eingebracht, das die Bakterien abtötet. Damit kann das Zahnfleisch wieder an die Zähne anwachsen. Die Ozontherapie ist völlig schmerzfrei und kann auch bei Lippen und Mundschleimhautproblemen angewendet werden (z.B. Aphten, Erosionen, Fieberblasen, Verletzungen).

Oft werden Laser und Ozontherapie miteinander kombiniert.

 

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